Nutzer nehmen die Zeit beim Spielen von VR-Spielen schlechter wahr als im echten Leben

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Menschen, die Spiele mit einem VR-Headset spielen, haben es viel schwerer, den Zeitablauf einzuschätzen, als Menschen, die dieselben Spiele auf einem Bildschirm spielen. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Zeitschrift Timing & Time Perception veröffentlicht wurde.

Die Forscher baten Freiwillige, ein Labyrinth-Puzzlespiel auf einem Standard-2D-Bildschirm zu spielen und zu berichten, wann sie glaubten, dass fünf Minuten vergangen waren. Die gleiche Aufgabe wurde Freiwilligen gestellt, die ein VR-Headset erhielten, um das gleiche Spiel zu spielen.

Das Ergebnis: Spieler, die eine VR-Brille trugen, spielten im Durchschnitt 72,6 Sekunden länger als Teilnehmer, die auf normalen Monitoren spielten, bevor sie das Gefühl hatten, dass 5 Minuten vergangen waren. Ihr Ergebnis war also um 28,5 % ungenauer.

Interessant ist auch, dass die Teilnehmer, die im ersten Experiment ein VR-Headset benutzten, im zweiten Experiment auf dem Monitor spielend immer noch verzerrte Ergebnisse mit einer größeren Fehlerspanne zeigten als die Teilnehmer, die vom Monitor zur VR-Brille wechselten.

Die Forscher glauben, dass dieser Effekt darauf zurückzuführen ist, dass die Person, die das Headset trägt, ihren physischen Körper in der virtuellen Realität weniger wahrnimmt.

„Es gibt Theorien, dass wir uns auf unseren Herzschlag und andere Körperrhythmen verlassen können, um unserem Gehirn zu helfen, den Lauf der Zeit zu verfolgen. Wenn Sie also in der virtuellen Realität ein weniger lebhaftes Gefühl für Ihren Körper haben, fehlt Ihnen möglicherweise der Puls dieses Zeitmessungsmechanismus“, so die Forscher.

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